Skagerrakufer

From Tauchplatzwiki


Skagerrakufer

Rating

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(3 Votes)
Schwierigkeitsgrad

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(3 Votes)
Flora

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Fauna

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(3 Votes)
Maximale Tiefe

13 m

Durchschnittliche Sichtweite

2.3333333333333 m

Koordinaten 54.389798,10.176942
LindenauDock.JPG
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Tauchen lässt sich am Skagerrakufer im Gegensatz zu vielen anderen Tauchplätzen auch bei relativ starkem Wind und Seegang, da der Spot von der Landzunge des Friedrichsorter Leuchturms meistens gut abgeschirmt wird. Lediglich bei direkt auflandigem Wind (Südost) sollte man den Spot meiden. Guter Tauchplatz im Winter (wenig Bootsverkehr) und für Leute, die nicht weit laufen wollen.

Anfahrt

Aus Kiel kommend biegt man von der B503 in Richtung Friedrichsort ab und folgt der Straße durch Pries (Boelke Straße, Schusterkrug, Prieser Strand, Christianspries) parallel zum Ufer, bis diese Landeinwärts abknickt. Hier biegt man stattdessen rechts auf die Falcklandstraße und gleich wieder rechts aufs Skagerrakufer ab. Entlang der gesamten Straße sind am Rand Parkmöglichkeiten vorhanden. Es müssen also keine langen Laufwege auf sich genommen werden.


Einstieg

Einteigen lässt sich gut am Strand, entlang des Steges rechts vom Strand, oder der Slipanlage links vom Strand.


Tauchrouten

Der Strand fällt zunächst flach ab. Schon nach kurzer Zeit kommt man allerdings an eine Abbruchkante, die einen auf eine Wassertiefe von etwa 4 Metern bringt. Taucht man diese rechter Hand entlang, kommt man zum Schwimmdock. Von hier aus kann man parallel zum Steg weiter hinaustauchen. Auf diese Weise sollte man auf etwa 8,5 Metern Tiefe auf ein teilweise versandetes altes Holzboot treffen. Zahlreiche andere Wracks kleinerer Boote liegen in unterschiedlichen Zuständen und zeitweise unter Abdeckung (im Flachwasser Sand, im tieferen Bereich Schlammsedimente). Zahlreiche Reste der ehemaligen Nutzungen (Festmacher, Fischereigeräte, Backsteine der ehemaligen Marineartilleriekaserne, Pollerreste, Torpedolore, etc.) sind zu sehen, wenn man denn die Augen aufmacht.
Taucht man an linker Hand an der Kante entlang erreicht man nach kurzer Zeit den Fähranleger. Der Bereich des Fähranlegers wird durch die Schiffspropeller regelmäßig "sandfrei" gepustet. Hier erkennt man im glazialen Untergrund auf -5,5 bis 6 Metern Tiefe die Reste eines steinzeitlichen Erlenbruchwaldes (Wurzeln), die auf 5000-5200 v. Chr datiert wurden.[1]
Eine interessante Alternative ist unter das Schwimmdock von der Lindenau-Werft zu tauchen. Dazu sollte man rechts des Jachthafens einsteigen. Man taucht dann parallel zum Steg und schwenkt an seinem Ende querab Richtung West. Nach kurzer Zeit kommt man eine eine leichte Abbruchkante, während es gleichzeitig dunkel wird. Auf etwa 10 Metern Tiefe ist der Boden übersät von Seescheiden und kleineren Muschelbänken. Man beachte das ein Auftauchen in diesem Bereich nicht möglich ist und der Tauchgang daher nur mit entsprechender Ausbildung und Ausrüstung durchgeführt werden sollte.


Sichtweiten


Sichtweiten

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Sicherheitshinweise

Der Tauchplatz wird rechts vom Yachthafen, vorne von der Fahrrinne und links vom Fähranleger begrenzt. Taucht man im Flachbereich zu weit nach rechts landet man höchstwahrscheinlich im Yachthafen, wo gerade im Sommer mit starkem Bootsverkehr gerechnet werden muss. Zu weit hinaustauchen sollte man auch nicht, um nicht in den Bereich der Fahrrinne zu kommen. Bei Tiefen von etwa 10 Metern sollte man daher spätestens umkehren. Taucht man nach Links der Kante entlang, sollte man darauf achten dem Fähranleger nicht zu Nahe zu kommen, die Fördefähre fährt mit gedrosseltem Motor an den Steg heran, und leitet erst kurz vor dem Anleger ein Korrekturmanöver ein. Man hört die Fähre also erst, wenn sie direkt über einem ist. Daher sollte man beim Tauchen in diesem Bereich den Fahrplan der Fähre kennen und beachten (Im Winterfahrplan fährt sie nur werktags). Im gesamten Bereich ist auch noch mit Kriegsaltlasten zu rechnen. Darüberhinaus verläuft am östlichen Ende des Bereiches "Skagerakufer" eine Stromleitung, die zu Missweisungen auf dem Kompass führen kann.


Fotos


Links

https://duc-hamburg.de/src/pdf/flossenblatt/2014/Flossenblatt%2010.2014.pdf
https://taucher.net/tauchplatz-skagerrakufer__kieler_foerde-bericht-hlz73010


Einzelnachweise

  1. F. Feulner, Investigations of Submerged Palaeoshorelines in the Kiel Fjord. In: G.N. Bailey et al., Under the Sea: Archaeology and Palaeolandscapes of the Continental Shelf. Coastal Research Library 20, Cham 2017, Page 155-164

Erfahrungsberichte

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2 March 2017, Admin, NeuerTauchgang 20180829151451
Gesamtbewertung: Flora: Fauna: Schwierigkeitsgrad:

Tauchprotokoll Coastal Research & Management

Ort: Skagerrakufer zwischen Fähranleger Friedrichsort und Bootsteg Boje e.V.
Datum: 02.03.2017
Bedingungen: Temp Wasser 3°C, wechselnd bewölkt, Wind SSW 2-3
Sicht: ca. 2-3 m

Allgemein:

  • keine Fische gesichtet, keine Krebse, Asseln oder Garnelen, keine Grünalgen
  • dünne oxische Schicht bis 6-7 m, viel Kieselalgen-Belag; Mya-Atemlöcher
  • mehr Bewuchs auf Hartsubstrat (Müll; Moniereisen, Rohre, Dosen, Flaschen, Reifen) als auf Sand-/Schlickboden

Abtauchen am Fähranleger (Richtung Bootssteg Boje e.V.)

  • ab 1,5 m Tiefe: Seegras bis 3,50 m Tiefe, rechts vom Fähranleger große Auskolkungen (tlw Mergel-Abbruchkanten)
  • 1,50 m Tiefe: Sand, fädige Rotalgen, einzelne Arenicola, Mytilus, Asterias
  • 2-3 m Tiefe: Sand, kleiner Kliffabbruch, viele freigelegte Mya, am Abbruch Wurzelstöcke von jungen Bäumen (Buchen/Birken? ca. 50 cm lang)
  • bis 4,4 m Tiefe: vereinzelt Laminarien, Boden wurde schlickiger, Arenicola, Asterias; 1x Beggiatoa; viele Spagetti-Würmer (Polycirrus)
  • 4,5 - 7 m Tiefe (Hang): sandig, im Tieferen schlickig, weniger Bewuchs, vereinzelt Laminarien, wenig Rotalgen (Callithamnion, Ceramium), Spagetti-Würmer; Wurmlöcher
  • nach 15 min. flacher Boden bis 8 m, schlickig 2-3 cm tief, darunter fester, vertriebenes Seegras, wenig Ciona, wenig kleine Halichondria auf Steinen und Müll
  • bis 5,5 m Tiefe (hangaufwärts): mehr Rotalgen und Laminarien, zwei kleine Nacktschnecken (wahrsch. Onchidoris muricata = Raue Sternschnecke, frisst Bryozoen)
  • 4,8 m Tiefe: flächendeckend Rotalgen-Büschel
  • ab 4 m Tiefe flächendeckend Laminarien, abgestorbene Rotalgen-Matten (hpts Gracilaria); Rohr (schon bekannt, s. 1. Tauchgang); fädige Braunalgen (Pylaiella u/o Dictyosiphon), alosiphon, Sphacelaria; 1 Pleurobrachia


23 February 2017, Admin, NeuerTauchgang 20180829074656
Gesamtbewertung: Flora: Fauna: Schwierigkeitsgrad:

Tauchprotokoll Coastal Research & Management

Ort: Skagerrakufer zwischen Fähranleger Friedrichsort und Bootssteg Boje e.V.
Datum: 23.2.2017
Bedingungen: bedeckt, später Regen, Wind 3-4 Südwest, Wasserstand -1m, Luft 5°C, Wasser 3°C
Sicht: ca. 3 m, viele Schwebstoffe im Wasser

Allgemein:

  • freigelegter Uferbereich, Steine mit Fucus
  • lockerer Steinbestand u.a. Hartsubstrat (alte Kanister, Leinen, Kabel, Flaschen, Reifen ...)
  • Seegras mehr Richtung Fähranleger, zwischen 1,50 m und 3,50 m Tiefe (winterreduziert)
  • Sandboden, Diatomeen, kleine Muschelklumpen, fädige Rotalgen (Callithamnion, Ceramium, Dasya, Polysiphonia)
  • Grünalgen im Flachwasser (Enteromorpha), Krustenrotalgen auf Steinen (Hildenbrandia), eine Feuerqualle vor Fähranleger

Abtauchen am Bootssteg Boje e.V. (Richtung Fähranleger)

  • Ab 2,5 m Tiefe:
    • Viele große Laminarien (bis 5 m), teilweise mit Sediment bedeckt
    • Pylaiella / Dictyosiphyon, Callithamnion, große Mytilus; einige Halosiphon, Arenicola, Asterias
    • Schlickiger Boden, dünne oxische Schicht; viele Wurmlöcher, Muschelschill (Mytilus, Mya, Cerastoderma)
    • 1 Lepidonotus, ein Haufen Ciona, einige Mnemiopsis, rosa Halichondria (eher klein); Rohr; Müll
  • 5 m Tiefe: Diatomeen-Rasen
  • 5,5 m Tiefe: 1 Facelina
  • 6 m Tiefe (Senke): viele Ciona + große Laminarien; danach leerer Boden, Diatomeen-Rasen, viele Spuren ("wie auf der Autobahn" von Schnecken und Würmern)
  • 7 m Tiefe: Nereis virens (meidet O2-freie Zonen!!)
  • 5 - 7 m Tiefe (Hang): wenig Bewuchs, Rohr, Polycirrus
  • 4 m Tiefe: ebener Boden, vergammelte Haufen von Polysiphonia / Ceramium / Gracilaria, wenig Laminarien und große Mytilus
  • 3,5 m Tiefe: blaues Hartsubstrat (alter Fender?), kleiner Cyanobakterien-Belag
  • ab 2.7 m Tiefe: Fucus

Authoren: Admin, Sda
Ersteller: Admin
Letzte Änderung: 20 August 2018 16:52:10